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NGN Telecom baut Glasfasernetz im Wendland aus

Mehr als 10.000 neue Anschlüsse für schnelles Internet:

Im Landkreis Lüchow-Dannenberg können künftig mehr Bürger schnelles und hochverfügbares Internet nutzen. Der Netzdienstleister NGN Telecom erweitert dafür die Glasfasernetze im Landkreis und schließt mehr als 10.000 Haushalte und Unternehmen in Lüchow, Dannenberg, Hitzacker und Wustrow an.Damit werden für die Nutzer Internetverbindungen von bis zu 1.000Mbit/s verfügbar.

Unter der Marke DBN (Das bessere Netz) ermöglicht NGN Telecom bereits seit 2020 vielen Wendländern den Zugang zum digitalen Zukunftsnetz. Das dazu notwendige Glasfasernetz pachtet NGN langfristig von der Breitbandgesellschaft Lüchow Dannenberg, einem Tochterunternehmen des Landkreises. Jetzt erweitert die NGN auf eigene Kosten das Glasfasernetz um über 10.000 Haushalte. „Wir freuen uns sehr, dass es mit dem Netzausbau im Wendland weiter vorangeht“, erklärt Ralf Strassberger, Geschäftsführer der NGN Telecom. „Damit werden bald noch mehr Bürgerinnen und Bürger in der Region die gleichen digitalen Chancen haben, wie in städtischen Ballungsgebieten.“

Für einen Anschluss an das Glasfasernetz müssen Hauseigentümer eine Grundstückseigentümererklärung (GEE) unterschreiben. Der Hausanschluss kostet etwa 1000 € je Gebäude. Wer die GEE rechtzeitig vor Beginn der Bauarbeiten erteilt und einen Internetanschluss mit 24 Monaten Mindestvertragslaufzeit beauftragt, erhält den Hausanschluss kostenlos.

Die Ausführung der Hauszuführung wird bei einer Hausbegehung rechtzeitig vor Baubeginn vor Ort gemeinsam besprochen. Für Besitzer und Verwalter von Mehrfamilienhäusern bietet NGN eine Beratung zum Thema Inhaus- Verkabelung an.

Unter www.dbn.de können alle Interessierten die geplanten Anschluss-Adressen abrufen.

NGN Telecom baut Glasfasernetz im Wendland aus
Lüchow, Foto StephanieAlbert

Eine historische Chance – Glasfaserausbau erreicht Unzhurst/ Erstellung der Backbone-Trasse sowie private und gewerbliche Anschlüsse

Besuch auf der Baustelle: Jürgen Pfetzer (rechts) und Gemeindemitarbeiter sowie Raphael Peschkes vom Betreiber NGN (Zweiter von links) ließen sich von Andreas Kienzler (Zweiter von rechts) und Michael Braun (Mitte) über den aktuellen Stand beim Breitbandausbau informieren.

 

Der Glasfaserausbau in Ottersweier, aktuell in Unzhurst, schreitet weiter voran. Zum verspäteten „Spatenstich“ fand sich eine kleine Delegation in der Kapellenstraße in Zell ein, wo seit Januar ausgebaut wird: Bürgermeister Jürgen Pfetzer, Ortsbaumeister Christian Chromy, Rechnungsamtsleiter Alexander Kern, Heidi Tolle als persönliche Ansprechpartnerin der Kommune für Hausanschlüsse sowie Raphael Peschkes vom Netzbetreiber NGN Telecom/ropa GmbH. Erwartet wurden die Besucher von Bauleiter Andreas Kienzler (Firma PEKA) und Kapo Michael Braun.

Ortsbaumeister Christian Chromy, der sich federführend für den zügigen Bauablauf in der gesamten Kommune einsetzt, skizzierte den Ablauf der Baumaßnahme: „Wir legen in einem ersten Abschnitt die Backbone-Trasse von Zell bis zur Ortsmitte in Unzhurst, wo der Hauptverteiler (auch als POP bezeichnet) errichtet werden soll. Die für den Ausbau bewilligte Förderung seitens des Landes gilt auch für angrenzende Gewerbebetriebe und Privathäuser, die sich ans schnelle Internet anschließen lassen möchten.“ Bis spätestens Oktober sollte dieser Bauabschnitt beendet sein. In allen übrigen Straßen, informierte Pfetzer, werde die Kommune die Ausbaukosten tragen, „falls sich mindestens zwei Drittel der Anlieger pro Straße für einen Hausanschluss entscheiden“.

In Ottersweier, sagte Pfetzer weiter, sei der Ausbau nahezu flächendeckend vollendet. „Eine ähnlich hohe Resonanz erfahren wir in Unzhurst.“ Schon jetzt seien in dem Ortsteil 300 Hausanschluss-Verträge abgeschlossen worden, ergänzte Alexander Kern. Auch die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit sei vielerorts bereits erreicht. Die erstaunlich hohe Quote führte Peschkes auf das Engagement der Gemeinde zurück: „Nur, wenn die Kommunalverwaltung sich klar positioniert und aktiv mit uns zusammenarbeitet, gelingt es, die Bürger von den Vorteilen der Glasfaser zu überzeugen.“ Und die liegen Pfetzer zufolge auf der Hand: Der Glasfaserausbau, unterstrich er, sei Teil der Daseinsvorsorge, stärke den Wirtschafts- und Wohnstandort und steigere den Wert von Immobilien. „Für die Bürger ist dies die historische Chance, sich zu einem attraktiven Preis einen Anschluss legen zu lassen. Nur Glasfaser wird die Datenmengen, die wir in naher Zukunft erwarten, problemlos übertragen können“, bestätigte Peschkes.

Als erfreulich wertete Bauleiter Andreas Kienzler das positive Echo, das seine Firma in Zell erfahre. „Die Leute sind froh, dass wir ihnen den Anschluss ermöglichen.“ Klagen sind auch Pfetzer nicht bekannt, im Gegenteil: „Die Anlieger loben uns gegenüber, dass es schnell vorangeht und die Lärmbelästigung gering ist.“ Auffällig sei in Zell, dass einige Bürger „sehr rührig“ seien und selbst Hand anlegten, so Kienzlers Beobachtung. So äußerte sich Braun: „Diejenigen, die selbst vor dem Haus den für die Kabel nötigen Graben ausheben, senken die Kosten zusätzlich.“ Heidi Tolle, die die Bürger daheim aufsucht, um mit Info-Material für einen Hausanschluss zu werben und seine Vorteile aufzuzeigen, berichtete, sie begegne großer Aufgeschlossenheit.

Pfetzer: „Das Interesse ist definitiv da. Im Rathaus gehen täglich neue Verträge ein.“