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1000. Kunde ging in Unzhurst online

v.l.n.r.: Heidi Tolle und Alexander Kern (Gemeinde Ottersweier), Raphael Peschkes (Vertrieb NGN Telecom), das Ehepaar Offermann

Bestens gewappnet für die digitale Zukunft

Breitbandausbau in Mittelbaden schreitet rasant voran

Das Glasfaserprojekt Mittelbaden der Gemeinden Ottersweier, Lauf und Sasbach schreitet rasant voran. In Ottersweier-Unzhurst konnte der Netzbetreiber NGN Telecom GmbH den 1.000 Kunde am kommunalen Glasfasernetz begrüßen: Die Hausbesitzer Christian und Nicole Offermann. Die Familie, die in der Mühlbachstraße wohnt, hatte sich schnell für einen Breitbandanschluss entschlossen, wie das Ehepaar bei einem Pressegespräch berichtete.

Christian Offermann räumte ein, Unzhurst sei aktuell zwar relativ gut versorgt – ein hoher technischer Standard ist aber längerfristig nur über Glasfaser gewährleistet. „Wir haben eine Mietwohnung“, erzählte er weiter. „Ein Breitbandanschluss steigert natürlich den Wert einer Immobilie.“ Zudem sei das Preis-Leistungs-Paket für den Hausanschluss sehr attraktiv gewesen. „Wir wohnen nah an der Straße, ich selbst habe unser Grundstück für das Verlegen der Rohre aufgegraben. Dadurch hat die Rechnung für den Hausanschluss 357 € betragen.“ Wie gut und richtig die Entscheidung gewesen sei, habe die Corona-Pandemie gezeigt, befand Nicole Offermann mit Blick auf Homeschooling und Homeoffice: „Wer hätte noch vor einem Jahr gedacht, wie wichtig es werden würde, digital up-to-date zu sein.“

Raphael Peschkes, Vertriebsmitarbeiter der NGN Telecom, sprach mit Blick auf die Zahl 1.000 von einem „Meilenstein für uns und die beteiligten Gemeinden“. Er lobte das Engagement der Gemeinde, die das schnelle Internet forciert und die Bürger auf diesem zukunftsweisenden Weg aktiv mitgenommen habe. „Wir haben derzeit noch weitere 300 Verträge vorliegen, wo die Anschlüsse bisher noch nicht fertiggestellt sind und täglich kommen neue hinzu“. „Die Nachfrage ist hoch, Tendenz steigend“, bestätigt auch Heidi Tolle, die vor Ort für den Kundenservice zuständig ist.

Der Rechnungsamtsleiter der Gemeinde Ottersweier, Alexander Kern, der die kommunale Breitbandversorgung von Beginn an – also seit mehr als vier Jahren – mit großer Expertise begleitet, bestätigte das Interesse der Bürger. „Das positive Echo hat uns überrascht: über 80 Prozent der Unzhurster Hauseigentümer werden sich an das Glasfasernetz anschließen lassen.“ Durch diese hohe Anschlussquote und aufgrund von Landeszuschüsse für die Hauptverbindungsleitungen kann die Gemeinde den flächendeckenden Glasfaserausbau in absehbarer Zeit kostendeckend finanzieren. Vorausgegangen seien zwei Info-Veranstaltungen, Briefe an die Bürger und, nicht zuletzt, Werbung durch den Dorfbott. Zudem hätten hier viele Hausbesitzer „den Spaten selbst in die Hand genommen“, so Kern. Die Kosten für einen Hausanschluss bezifferte er auf 893 Euro, wenn die Tiefbauarbeiten von der zuständigen Firma erledigt würden. „Auch das ist im Vergleich zu anderen Kommunen nicht viel.“

Angesichts der erfreulich hohen Nachfrage geht er in Unzhurst von einem Komplettausbau mit Highspeed-Internet bis Ende 2021 aus. Die Offermanns sind jedenfalls überaus zufrieden: Sie sehen sich und ihre Kinder für die digitale Zukunft bestens gerüstet.